Angefangen Aufzuhören

bedeutet für uns, gewohnte Denkweisen und Verhaltensmuster zu hinterfragen und alte, ausgediente Pfade bewusst hinter uns zu lassen.
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Mit Babybauch zur veganen Hochzeit

Etwas erschöpft aber gut gelaunt kommen wir zurück von einem sonnenverwöhnten Wochenende in Mannheim. Grund für unsere Reise war die Hochzeit meiner lieben Freundin Ani.

Ani und ich haben uns vor vielen Jahren im Erasmus-Semester in der Bretagne kennengelernt und sind seitdem gute Freundinnen geblieben, trotz all der Distanz. Seit fünf Jahren ist sie mit ihrem Marco liiert und nun wollten sich die beiden auch offiziell das Ja-Wort geben. Ganz zu unserer Freude, wurde komplett vegan gefeiert! Denn seit Ani uns, also meinen Marco und mich, vor vier Jahren besucht hat und unsere Lebensweise dabei hautnah miterlebt hat, ernährt sie sich mit großer Begeisterung selbst rein pflanzlich. Es dauerte nicht lange, bis diese Begeisterung auch ihren Marco ansteckte. So war es für die beiden nach nun drei Jahren pflanzlicher Ernährung selbstverständlich, dass es auch bei ihrer Hochzeitsfeier vegan zugehen sollte.

Unsere Anreise und meine ersten Schwangerschaftsbeschwerden

Wie so oft, entschieden wir uns dafür mit dem Zug zu reisen, denn das ist nicht nur umweltfreundlich, sondern meiner Meinung nach auch wirklich praktisch. Ich liebe es, mich beim Zug fahren um nichts kümmern zu müssen, zu schlafen, zu essen, zu lesen oder einfach nichts zu tun und mich frei bewegen zu können. Als Schwangere finde ich es zudem unglaublich wichtig, jederzeit zur Toilette zu können und nicht wie beim Autofahren für jede Pinkelpause anhalten zu müssen. Für die fast 12-stündige Fahrt hatten wir natürlich ein riesiges, veganes Fresspaket mit an Bord:


Steirischer Kartoffelsalat mit Käferbohnen, Bunter Salat aus Paprika, gegrillter Aubergine, Zucchini und weißen Bohnen, verschiedene Aufstriche und TamanGa-Brot, Studentenfutter, rohvegane Riegel, frisches Obst und Wasser in unserer nachfüllbaren Filter-Trinkflasche. So waren wir den ganzen Tag lang bestens versorgt und hatten eine entspannte Fahrt.

Der Zwerg in meinem Bauch schien ganz begeistert von der großen Reise mit Mama und Papa (oder dem guten Essen?) und machte unentwegt Ramba-Zamba in meinem Bauch 🙂

Leider erlebte ich aber seit ein paar Tagen auch meine ersten unangenehmen Schwangerschaftserscheinungen und litt unter starken Verspannungen am unteren Rücken und Ischias. Im Sitzen und Liegen war das zum Glück unproblematisch, doch Stehen konnte ich nicht mehr sehr lange und beim Gehen hatte ich teilweise so starke Schmerzen, dass ich humpelte. Ich hatte bereits eine Osteopathin aufgesucht, und ein Therapeut für Atlas-Energetik und Dorn-Breuss-Methodik hatte mich wieder eingerenkt und Marco gezeigt, wie er mir die Hüfte täglich wieder gerade machen kann. Er erklärte uns, dass mein Becken nun immer weicher wird, in Vorbereitung auf die Geburt, und sich deswegen leicht mal was verschiebt und ausrenkt, was dann zu Schmerzen führen kann. Dank der Instruktionen konnte mich Marco ab jetzt jederzeit einrenken, wenn ich es brauchte, und meine Schmerzen hielten sich in den folgenden Tagen zum Glück einigermaßen im Rahmen.

Anis und Marcos Hochzeit

Anis und Marcos Hochzeit begann mit einer standesamtlichen Trauung im kleinen Rahmen am Vormittag und nachmittags ging dann die große Feierlichkeit im wunderschönen „Gutshof Ladenburg“ los. Bei bestem Sonnenschein und 26 Grad wurden wir mit Getränken und kleinen Häppchen wie Blätterteigschnecken, Gemüsequiche, Gazpacho und Gemüsespießen im Innenhof empfangen. Dann erschien das Brautpaar mit einem schicken Tesla als Hochzeitsauto.Auf einer wunderschön dekorierten Wiese mit gestreutem Pfad aus Blütenblättern, Kerzen und einem Rosenbogen eröffnete die Traurednerin die Zeremonie.

Auf Wunsch von Ani und Marco, begleitete ich als Sängerin das Trauritual mit drei verschiedenen Liedern. Zwar fiel mir das Atmen beim Singen mit dem Babybauch etwas schwerer als sonst, aber zum Glück klappte trotzdem alles wie gehofft.

Das freie Ritual war ganz persönlich auf die beiden zugeschnitten und spätestens bei den eigens verfassten Trauversprechen des Brautpaares kamen den meisten die Freudentränen. Zum Abschluss der rührenden Zeremonie schrieb jeder Gast einen Wunsch für das Brautpaar auf ein kleines Papierherz und hängte es auf. Nach der Trauung wurde das Paar dann von allen Seiten beglückwunscht und zahlreiche Gruppenfotos mit dem Fotografen geschossen.

Vegane Kochshow und Hochzeitsbuffet

Zum Abendessen hin sammelte sich die gesamte Hochzeitsgesellschaft im stilvoll dekorierten Saal und der bekannte, vegane Koch Björn Moschinski eröffnete den Abend mit einer kleinen Kochshow, bei der er vegane Mayonnaise, einen pflanzlichen „Eiersalat“ und fischfreien „Matjes-Salat“ zubereitete.

Marco und ich fanden es super lecker und viele Gäste waren sichtlich erstaunt, wie sehr der Geschmack den tierischen Originalen ähnelte. Dazu erklärte Björn, das man als VeganerIn seine gewohnten und liebgewonnenen Geschmacksrichtungen weiterhin genießen kann, auch auf rein pflanzliche Weise, und damit die eigene Gesundheit, die Tiere und die Umwelt schützt.

Danach wurde das Buffet eröffnet, das Björn zusammen mit Roman Kress, dem Besitzer des veganen Restaurants „Leaf Food“ in Mannheim zubereitet hatte. Es gab deftige und sehr sättigende Speisen, unter Anderem Kartoffelsalat, Tomaten-Gurkensalat mit „Vetacheeze“ (Tofu-Fetakäse), verschiedene Dips wie Knoblauch-Aioli, Linsendip und Hummus, Süßkartoffelauflauf, scharfes Seitangulasch, Berglinsen-Bolognese, indisches Linsen-Dhal, Reis, Nudeln, Baguette… Zu späterer Stunde gab es dann als Dessert verschiedene Obst-Crumble und Bananen-Schokomousse mit frischen Erdbeeren, sowie eine schicke, dreistöckige Hochzeitstorte, die natürlich auch komplett vegan war.

Marco, Björn und Roman und ich verstanden uns auf Anhieb gut und hatten sichtlich Spaß…

Natürlich gäbe es noch viel mehr über Anis und Marcos Hochzeit zu erzählen, aber ich mache es kurz und komme hier zum Schluss:

Es war eine rundum gelungene Feier, die genau zum Brautpaar passte und damit sehr authentisch und gelassen ausfiel. Wir hatten einen tollen Tag und feierten bis spät in die Nacht! Wir wünschen Ani und Marco von Herzen das Allerbeste für ihren weiteren gemeinsamen Weg <3

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2 Comments

  1. Hallo liebe Karin,

    nachdem ich auch die beiden vorherigen Schwangerschaften mit Rückenproblemen zu kämpfen hatte, kann ich dir nur wärmstens eine BlackRoll empfehlen die super zum ausrollen vom Rücken ist und mir diesmal sehr gute Dienste leistet (hier die oberste Übung mit Faszienrolle: https://www.blackroll-orange.de/de/uebungen/rueckenuebungen.html). Wenn ich sie nicht durch meine Rückengymnastik damals kennengelernt hätte, hätte ich mir so ein Schaumstoffteil, an dem auf den ersten Blick nix besonderes dran ist nie zugelegt aber sie ist wirklich super!
    Weiterhin alles Gute euch, ich verfolge eure Reise echt gerne 🙂

    Liebe Grüße

    Anne

    • Karin

      25. Juni 2017 at 11:26

      Vielen Dank für den Tipp, liebe Anne!

      Tatsächlich hatte ich nach drei Wochen Schmerzen und Humpeln das Glück, eine Behandlung von der wunderbaren Therapeutin Daniela Kellner zu bekommen, die sofort gewirkt hat! Sie verbindet Shiatsu mit „Theralogy“ und direkt nach der Behandlung ging es mir sowohl körperlich als auch emotional merklich besser, nach 2-3 Tagen waren die Probleme vergessen!
      Ich habe durch die Behandlung begriffen, dass mir mein Körper deutlich signalisiert, wenn ich mich überanstrenge und ich mir nicht die Ruhe gönne, die ich jetzt brauche. Seit ich mein Mama-Sein zur Priorität mache und mehr auf meine Bedürfnisse höre, geht es mir wieder supergut!

      Ich kann diese Therapieform nur wärmstens empfehlen!

      http://www.shiatsu-kellner.at

      https://www.facebook.com/Shiatsu-Praxis-Daniela-Kellner-140715782668528/?fref=ts

      Liebe Grüße von der viel entspannteren Karin 🙂

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